Werte & Teamentwicklung.

Werte & Teamentwicklung.

Wie wird man ein Team? Vor allem in einer Zeit deren Organisationsmaximen hohe Arbeitsteilung, starke Dezentralisierung, maximale Effizienz und größtmögliche Agilität sind. Indem Menschen durch einen wertebasierten Prozess geführt werden, der ein ICH – ein DU – ein WIR aufscheinen lässt. Personal. Körperlich. Echt.

Wie wird man ein Team? Was bedeutet Teamentwicklung eigentlich? Welche Rolle spielen dabei die Werte des Einzelnen sowie der Gruppe und was lasst sich über die Persönlichkeit der einzelnen Teammitglieder in Erfahrung bringen?

ICH – DU – WIR

Unserer Überzeugung nach gelingt eine tragfähige Teamentwicklung immer dann, wenn wir es schaffen, die sozialen Handlungsebenen oder auch die sozialen Entitäten ICH – DU – WIR in eine Verbundenheit zu bringen. Hierzu ist es notwendig, zunächst das jeweilige ICH zu betrachten und es besser zu verstehen. Versteht das einzelne Individuum sein ICH, sprich sich selbst besser, erwächst daraus auch die Fähigkeit, sein Gegenüber, das DU besser verstehen zu können. Wenn ein selbstverstandenes ICH einem sich verstehenden DU auf Augenhöhe begegnet, kann ein WIR entstehen. So unsere grundlegende Überzeugung und zugleich unsere Struktur in der Unterstützung zu einer Teamentwicklung.

Wenn wir in einer solchen Struktur ein Team entwickeln, kommen wir nicht umhin, die Persönlichkeit des Einzelnen sichtbar werden zu lassen. Dies erreichen wir u.a., in dem jedes Teammitglied eine Persönlichkeitsanalyse auf Basis der sog. Big5 durchläuft. Der Begriff Persönlichkeit leitet sich ab von dem lat. Substantiv persona bzw. dem Verb personare. Beides beschreibt eine Maske oder Rolle, die der Mensch im Leben zur Schau stellt und durch die sein Ich hindurchtönt.

Persönlichkeit ist die dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum, die seine einzigartigen Anpassungen an seine Umwelt bestimmen.

Allport 1959

Persönlichkeit

Es gibt eine Vielzahl an Persönlichkeitsdefinitionen. Aus der Definition v. Gordon W. Allport lässt sich ableiten, dass Persönlichkeit etwas Dynamisches, Wandelbares ist und eine Anpassung an die Umwelt ermöglicht. Zugleich trägt jede Persönlichkeit Eigenschaften in sich, die nur wenig wandelbar sind. Diese sog. dispositiven Eigenschaften sind eher stabil und langfristig im Menschen verankert. Hierzu zählen

  • die Charaktereigenschaften der Big5 (Offenheit, emotionale Stabilität, Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit),
  • die Motive (Haltungen, Werte) sowie
  • die Kompetenzen (individuelle Fähigkeiten & Fertigkeiten).

In unserer Beratung schauen wir besonders intensiv auf die Haltungen und Werte einer Persönlichkeit. Warum?

 

Menschenbild

Weil diese es im Kern sind, die vorgeben, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen und bewerten. Nehmen wir das Menschenbild, unsere Vorstellung von dem, was Menschsein bedeutet, wo der Mensch herkommt etc. Das eigene Menschenbild gehört zu den tiefen, ganz umfassenden und oft unbewussten Haltungen (Einstellungen), mit denen wir auf Uns und unsere Umwelt schauen. Es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass dieses Bild Einfluss auf unser Verhalten ausübt, insbesondere auf die Interaktion mit Anderen.

Aus Haltung wird VerHalten. Ein mehr oder minder bewusstes Ergebnis dieses Bildes kann sein, dass wir annehmen, Menschen verhielten sich selbst stets nach einem Nutzenprinzip. Der Mensch als homo oeconomicus. Aus diesem Menschenbild folgt unwillkürlich ein darauf gerichtetes Wahrnehmen und Verhalten von Personen und ein bestimmter Aufbau sowie eine bestimmte Ausrichtung von Organisationen. Vertrauen als Leitmotiv der Unternehmenskultur wird sich unter einem solchen Menschenbild nur schwerlich aufbauen lassen. Ein Team wiederum wird in einer solchen Kultur sich nur unter großen Anstrengungen in Richtung der Selbstorganisation und Entscheidungsautonomie entwickeln können.

Vertrauen bedingt ein anderes Menschenbild, eine andere und vor allem bewusste Haltung. In diesem Bild wird dem Mitarbeiter ein soziales, kooperatives, ehrliches, am gemeinschaftlichen Erfolg interessiertes Verhalten zugetraut und gefördert. Auf Grundlage einer solchen Haltung, eines solchen Menschenbildes lassen sich dann auch ganz andere Teamentwicklungen und Organisationsentwicklungen angehen und verwirklichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keine nachhaltige Teamentwicklung geben kann, ohne das Individuum, den Menschen in den Fokus zu rücken und diesem Tools in die Hand zu geben, mit denen er sich selbst besser verstehen lernt. Erst ein bewusstes ICH kann ein DU erkennen und annehmen und daraus ein WIR werden lassen. Für diesen Weg sind unsere unbewussten Bilder von der Welt, Einstellungen und Haltungen in die Bewusstheit zu bringen.

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